Das Seminar führt in Zielsetzung, didaktische Prinzipien, heterogene theoretische Ansätze und das breite Methodenrepertoire der Friedenspädagogik ein. Perspektiven der Gewaltprävention und der kritischen politischen Friedenspädagogik werden ebenso vermittelt, erprobt und reflektiert, wie neuere Perspektiven einer machtreflexiven und erfahrungsbasierten Herangehensweise. Wir differenzieren unterliegende Friedensvorstellungen und Transformationsstrategien und reflektieren auch Gefahren der Reproduktion von Gewalt(en). Parallel zu diesem Prozess des Lernens über und für Frieden, betrachten wir unseren eigenen Lernraum immer wieder reflexiv und fragen danach, wie ein zukünftiger Zertifikatstudiengang Friedensbildung gestaltet sein könnte, um Lernen durch Frieden zu ermöglichen. Durch die Beteiligung der Studierenden in diesen gerade beginnenden Entwicklungsprozess können gelernte Perspektiven direkt angewendet werden. Das Seminar kombiniert 6 je zweistündige, synchrone Online-Termine mit 2 je sechsstündigen Präsenzterminen zum Erproben und Reflektieren zuvor theoretisch und konzeptionell erarbeiteter Lernräume. Außerdem gibt es kleinere Vorbereitungsaufgaben im Umfang von 6 Stunden (insgesamt 30 Std. Workload). |