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20_B.E.1 Empirisches Praktikum - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Übung Langtext
Veranstaltungsnummer 840501 Kurztext
Semester SoSe 2026 SWS
Erwartete Teilnehmer/-innen 16 Max. Teilnehmer/-innen 11
Rhythmus keine Übernahme Belegung Belegpflicht
LV-Kennung (Lehrevaluation) 165472   Kurz-URL https://klips.rptu.de/v/165472
Hyperlink   Durchführungsart Präsenz
Sprache mehrsprachig siehe Termin
Belegungsfristen
1. Belegphase    16.03.2026 - 29.03.2026   
Einrichtung :
RPTU Kaiserslautern-Landau
Abmeldephase    16.03.2026 - 17.05.2026    derzeit aktiv
!!! ACHTUNG - Nur für Abmeldung !!!

Einrichtung :
RPTU Kaiserslautern-Landau
Termine Gruppe: 1. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für SOGo
Mi. 10:15 bis 11:45 woch 15.04.2026 bis 15.07.2026  EIII 50 PC-Raum I Gebäude E III Landau Killisch       11
Gruppe 1. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 2. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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iCalendar Export für SOGo
Mo. 10:15 bis 11:45 woch 13.04.2026 bis 13.07.2026  TN 014 Gebäude T.-Nast-Str.44 Landau Kroneisen       11
Gruppe 2. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 3. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für SOGo
Mi. 18:15 bis 19:45 woch 15.04.2026 bis 15.07.2026  CIII 240 Gebäude C III Landau Scholz       11
Gruppe 3. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 4. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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iCalendar Export für SOGo
Di. 18:15 bis 19:45 woch 14.04.2026 bis 14.07.2026  CIII 240 Gebäude C III Landau Reinhardt       11
Gruppe 4. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 5. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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iCalendar Export für SOGo
Mo. 10:15 bis 11:45 woch 13.04.2026 bis 13.07.2026        Plückebaum  

Ostbahnstr. 10, 3. OG, Seminarraum 3

  11
Gruppe 5. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 7. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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iCalendar Export für SOGo
Mo. 10:15 bis 11:45 woch 13.04.2026 bis 13.07.2026  TN 028 Gebäude T.-Nast-Str.44 Landau Wesnitzer       11
Gruppe 7. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 8. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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iCalendar Export für SOGo
Mi. 18:15 bis 19:45 woch 15.04.2026 bis 15.07.2026  TN 028 Gebäude T.-Nast-Str.44 Landau Menzel       11
Gruppe 8. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 9. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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iCalendar Export für SOGo
Mo. 10:15 bis 11:45 woch 13.04.2026 bis 13.07.2026  XY 1.01 Gebäude Xylanderstr. 1 Landau Leist       11
Gruppe 9. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 10. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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iCalendar Export für SOGo
Mi. 10:15 bis 11:45 woch 15.04.2026 bis 15.07.2026  AC 008 Gebäude A.-Crois. 5a Landau Plückebaum  

für AE Entwicklungspsychologie

  11
Gruppe 10. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 11. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
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iCalendar Export für SOGo
Mi. 10:15 bis 11:45 woch 15.04.2026 bis 15.07.2026        Basten-Wissel  

Ostbahnstr. 10, 3. OG, Seminarraum 3

06.05.2026: Ersatz 13.05. 12 - 14
01.07.2026: Ersatz 17.06. 12 - 14
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iCalendar Export für SOGo
Mi. 14:15 bis 15:45 Einzel am 29.04.2026              
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iCalendar Export für SOGo
Mi. 12:15 bis 13:45 Einzel am 13.05.2026              
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iCalendar Export für SOGo
Mi. 12:15 bis 13:45 Einzel am 17.06.2026              
Gruppe 11. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 13. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für SOGo
Mi. 10:15 bis 11:45 woch 15.04.2026 bis 15.07.2026  BS 087 Gebäude Bürgerstraße Landau Vogel       11
Gruppe 13. Gruppe:
 
Termine Gruppe: 14. Gruppe iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für SOGo
Mo. 10:15 bis 11:45 woch 13.04.2026 bis 13.07.2026  AC 008 Gebäude A.-Crois. 5a Landau Schwall       11
Gruppe 14. Gruppe:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen
Zuständigkeit
Basten-Wissel, Ulrike, Prof. Dr. verantwortlich
Killisch, Jan verantwortlich
König, Stephan, Dr. verantwortlich
Kroneisen, Meike, Dr. verantwortlich
Leist, Larissa, Dr. verantwortlich
Menzel, Claudia, Dr. verantwortlich
Plückebaum, Hannah verantwortlich
Reinhardt, Nina, Prof. Dr. verantwortlich
Scholz, David verantwortlich
Schwall, Talisa verantwortlich
Vogel, Moritz , M.Sc. verantwortlich
Weis, Susanne , Dr. begleitend
Wesnitzer, Helena verantwortlich
Studiengänge
Abschluss
Studiengang Semester Prüfungsversion Studienphase
Bachelor of Science B.Sc. Psychologie Campus Landau (20202) 4 - 4 20202
Prüfungen / Module
PrüfungsNr
ModulKz Prüfung / Modul ECTS PO-Version Standort Prüfung für Studiengänge
105201 PSY-MBE01 Forschungsorientiertes Praktikum I, Teil a (gültig ab: 01.10.2020) 3 0 LD Bachelor of Science Psychologie (20202)
Zuordnung zu Einrichtungen
AG Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie (Prof. Karbach)
AG Angewandte Kommunikationspsychologie (Prof. Michaela Maier)
AG Experimentelle Psychologie und Persönlichkeitsforschung (Prof. Hilbig)
AG Biologische Psychologie (Prof. Basten-Wissel)
AE Diagnostik, Differentielle Psychologie, Methodik und Evaluation
AE Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftspsychologie
AE Biopsychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie
AG Diagnostik und Differentielle Psychologie (Prof. Wetzel)
AG Methodenlehre (Prof. Lischetzke)
Inhalt
Kommentar

Gruppe 2: (Kroneisen): Der Belebtheitseffekt im episodischen Gedächtnis

Der Belebtheitseffekt besagt, dass belebte Objekte (bspw. Katze, Hase) besser erinnert werden als unbelebte Objekte (bspw. Stuhl, Auto). Dieser Effekt zeigt sich auch, wenn für andere - manchmal eng verknüpfte - Worteigenschaften kontrolliert wurde (z.B. Bildhaftigkeit, Vertrautheit, Alter bei Erlernen, Wortlänge, etc.). Er zeigt sich in verschiedene Sprachen und für verschiedene Altersstufen. Bisher gibt es viele konkurrierende Erklärungen für diesen Effekt. So gehen manche Forscher z.B. davon aus, dass belebte Objekte evolutionär gesehen eine höhere Relevanz für das Überleben und die Reproduktion haben und damit einen Enkodier- und Abrufvorteil haben. Aber welche konkreten kognitiven Prozesse liegen diesem Erinnerungsvorteil zugrunde? Ziel des Empras ist es an dieser Schnittstelle eine eigene Forschungsfrage zu entwickeln und zu testen.

Im Sommersemester werden wir aufbauend auf vorheriger Forschung Fragestellungen und Hypothesen entwickeln, eine empirische Studie planen und erheben, und mit der Datenauswertung beginnen. Starten werden wir in der Großgruppe, im Laufe des Semesters werden wir Kleingruppen bilden, die individuelle Fragestellungen und Hypothesen untersuchen. Die Veranstaltung wird v.a. in Präsenz stattfinden.

 

Gruppe 3: Scholz

Das genaue Thema steht aktuell noch nicht fest. Prinzipiell wird sich in diesem Empra aus Persönlichkeitspsychologischer Sicht mit dem Thema Anti-Soziale Persönlichkeit (u.a. auch in klinischen Modellen) beschäftigt (siehe auch D-Faktor der Persönlichkeit). Starten werden wir in der Großgruppe, im Laufe des Semesters werden wir Kleingruppen bilden, die individuelle Fragestellungen und Hypothesen untersuchen. Die Veranstaltung wird durch digitale Inhalte erweitert werden. Ob die Datenerhebung Präsenz erfordert, wird von der spezifischen Fragestellung der Kleingruppe anhängen. Für gewöhnlich sind Online-Fragebögen aber geeigneter.

 

Gruppe 4: Reinhardt

Täuschung ist ein alltägliches Phänomen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und entsprechend langer Forschungstradition. Ein bekannter Befund aus Selbstberichtsstudien ist beispielsweise,  dass Menschen in engen Beziehungen, also in Freundschaften und Partnerschaften, seltener täuschen als gegenüber fremden Personen. Das überrascht wenig, denn gerade in nahen Beziehungen gilt Ehrlichkeit für viele als zentrale Norm. Obwohl sich eine Hypothese theoretisch plausibel herleiten lässt, fehlt bislang eine experimentelle Prüfung der Frage, welche direkten Konsequenzen Täuschung in engen Beziehungen hat und inwiefern sich diese von Täuschungssituationen unterscheiden, in denen fremde Personen beteiligt sind. Dieses Empirische Praktikum greift die Fragestellung im Rahmen einer Laborstudie auf.

Zu Beginn des Semesters starten wir mit einer theoretischen Einführung in die Forschungsfrage. Anschließend bilden wir zeitnah Expert:innengruppen, die sich vertieft mit spezifischen Konsequenzen von Täuschung beschäftigen, insbesondere mit Auswirkungen auf momentanen Affekt und den eigenen Selbstwert. Auf dieser Basis entwickelt jede Gruppe gerichtete Hypothesen, und die gesamte Forschungsidee soll pro Kleingruppe in einer Präregistrierung festgehalten werden. Die Laborerhebung, die von der gesamten Gruppe gemeinsam durchgeführt wird, ist für den Zeitraum 15.06.2026 bis 12.07.2026 geplant. Studierende, die an diesem Empirischen Praktikum teilnehmen möchten, sollten daher sicherstellen, dass sie in diesem Zeitraum vor Ort in Landau verfügbar sind.

 

Gruppe 5 & Gruppe 10: Der Zusammenhang zwischen Inhibitionskontrolle und exekutiven Funktionen (Plückebaum)

Inhibitionskontrolle beschreibt die Fähigkeit, irrelevante oder störende Informationen oder Handlungen zu unterdrücken. Häufig wird zwischen verschiedenen Ebenen der Inhibition unterschieden, etwa der Inhibition von Gedanken und Erinnerungen, der Inhibition auf der Ebene der Aufmerksamkeit sowie der Inhibition auf der Ebene des Verhaltens. Gleichzeitig werden komplexere kognitive Leistungen häufig unter dem Begriff höherer exekutiver Funktionen zusammengefasst. Dazu zählen beispielsweise klassisches logisches Schlussfolgern, kreatives Schlussfolgern, kreatives Problemlösen sowie Planungsfähigkeiten. Ziel dieses Empras ist es, zu untersuchen, wie genau verschiedene Formen der Inhibitionskontrolle mit unterschiedlichen Arten höherer exekutiver Funktionen zusammenhängen. Zur Untersuchung dieser Fragestellung werden wir eine Reihe bekannter experimenteller Aufgaben einsetzen, die sowohl Inhibitionsprozesse als auch unterschiedliche Aspekte höherer exekutiver Funktionen erfassen. Im Sommersemester werden wir zunächst relevante Forschungsliteratur in der Großgruppe kennenlernen. Darauf aufbauend entwickeln wir gemeinsam in Kleingruppen auf Grundlage der Literatur und eigener Forschungsinteressen spezifische Forschungsfragen und Hypothesen und beginnen mit der Datenerhebung. Gruppe 5 wird sich hierbei auf kognitive Mechanismen und ihre möglichen neurobiologischen Grundlagen fokussieren, während Gruppe 10 ihren Fokus auf individuelle Unterschiede und Veränderungen über Entwicklungsstufen hinweg haben wird. Die Veranstaltung wird überwiegend in Präsenz stattfinden.

 

Gruppe 7: Physical Femininity Threats (Wesnitzer)

Es gibt viel sozialpsychologische Forschung dazu, wie Männer in ihrer Männlichkeit bedroht werden können und welche Folgen solche Bedrohungen haben. Männlichkeit wird häufig als ein sozial fragiler Status verstanden. Weiblichkeit hingegen wird von vielen Forschenden eher als ein zugeschriebener und biologisch basierter Status betrachtet, der als stabil gilt und daher seltener bedroht wird. Dabei wird jedoch häufig übersehen, welche zentrale Rolle das physische Erscheinungsbild von Frauen in unserer Gesellschaft für die Wahrnehmung von Weiblichkeit spielt. Erste Studien zeigen, dass Frauen, die in ihrer physischen Weiblichkeit bedroht werden, mit gesteigerter Ängstlichkeit und Wut sowie mit geringerem positiven Affekt reagieren. In diesem Empra werden wir uns als Erweiterung dieser bisherigen Untersuchungen und angesichts stetig steigender Ausgaben für Kosmetik und Schönheitsoperationen körperbezogene Konsequenzen von Physical Femininity Threats genauer anschauen, z.B. Selbstobjektivierung, Körperscham und -unzufriedenheit sowie die Erwägung von kosmetischer Chirurgie.

Als zusätzliche Information: Für die Datenauswertung nutze ich SPSS. Den Studierenden steht es jedoch frei ihre Analysen auch mit R durchzuführen. Eine grundsätzliche Offenheit gegenüber SPSS ist aber wichtig. Berührungsängste braucht man hier nicht zu haben, das Programm ist sehr benutzerfreundlich.

Das Empra wird in Präsenz stattfinden. Im Sommersemester werden wir uns zunächst in das Thema einarbeiten, auf Basis des theoretischen Hintergrunds Hypothesen ableiten und eine Präregistrierung erstellen. Die Datenerhebung ist für Juni–Juli 2026 geplant, wahrscheinlich im Rahmen einer Online-Studie. Das ist jedoch noch nicht endgültig festgelegt und kann sich gegebenenfalls ändern. Im Wintersemester werden wir die Daten auswerten. Der Ergebnisteil wird bis Weihnachten geschrieben und für den Emprakongress im Januar wird ein Poster erstellt. Die Abgabe des finalen Berichts ist für die Semesterferien im März 2027 geplant.

 

Gruppe 8: Menzel - Naturkontakt und Umweltkrisen

Naturkontakt ist mit verschiedenen positiven Effekten auf menschliches Wohlbefinden assoziiert. Naturkontakte spielen zudem eine wichtige Rolle in der Emotionsregulation. Positive Naturerfahrungen führen in der Regel auch zu mehr Naturverbundenheit. Allerdings sind wir verschiedenen Umweltkrisen ausgesetzt, die diese positiven Effekte auf Wohlbefinden, Emotionsregulation und Naturverbundenheit einschränken können. Umweltkrisen können außerdem unangenehme Emotionen (z.B. Klimaangst) auslösen, welche wiederum negativ mit Wohlbefinden und Naturverbundenheit assoziiert sind. In diesem Empra werden wir uns der Frage widmen, wie Umweltkrisen und damit assoziierte negative Emotionen mit Erholung in der Natur und Naturverbundenheit in Verbindung stehen. Wir werden uns zu Beginn des Sommersemesters mit der aktuellen Studienlage beschäftigen und basierend daraus eine Forschungsfrage und Studie erarbeiten. Fragestellung, Hypothesen und Analyseplan werden vor Datenerhebung präregistriert. In Abhängigkeit von der genauen Forschungsfrage findet die Datenerhebung im Labor (z.B. VR) und/oder in-situ (z.B. Spaziergang im Fort) statt. Sie müssen bei diesem Empra also bereit sein vor Ort in Landau zu erheben. Das Studiendesign und die Datenerhebung werden gemeinsam als Gruppe geplant und durchgeführt. Jede Kleingruppe betrachtet ein spezifisches Variablenset und hat daher eine eigene Fragestellung innerhalb des Themas. Im Wintersemester werden die Daten in R ausgewertet und der Bericht geschrieben.

 

Gruppe 9: Leist - Einfluss von Umgebungslärm

In diesem Empra beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Hintergrundgeräusche das Lernen beeinflussen. Ausgehend von alltagsnahen Situationen – etwa Musik beim Lernen, Geräuschkulissen in der Bibliothek oder Gespräche im Café – untersuchen wir, welche Effekte unterschiedliche akustische Umgebungen auf Aufmerksamkeit, Gedächtnis und kognitive Leistung haben. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten Irrelevant Sound Effect und der Frage, wie es dem Gehirn gelingt, relevante Informationen aus einer lauten Umgebung herauszufiltern. Dabei diskutieren wir, ob Leistungseinbußen primär durch Aufmerksamkeitsablenkung entstehen oder ob zusätzlich spezifische Interferenzmechanismen eine Rolle spielen. Im Verlauf des Empras werden wir gemeinsam eine Forschungsfrage zu den Auswirkungen von Umgebungslärm auf die kognitive Leistung entwickeln sowie ein experimentelles Studiendesign entwerfen und umsetzen. Die Datenerhebung erfolgt in Präsenztestungen, in denen Sie selbst die Rolle der Versuchsleitung übernehmen. Im darauffolgenden Wintersemester stehen dann die Datenauswertung und die Aufbereitung der Ergebnisse im Mittelpunkt. Ziel des Empras ist es, ein vertieftes Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen akustischer Umwelt und kognitiver Verarbeitung zu entwickeln und den gesamten Forschungsprozess von der Fragestellung bis zur Ergebnisdarstellung praktisch nachzuvollziehen.

 

Gruppe 11 (Basten): Positive Gefühle erleben und regulieren In diesem Empra werden wir eine experimentelle Studie zur Regulation positiver Gefühle durchführen. Die bisherige Emotionsregulationsforschung konzentriert sich vorrangig auf die Regulation negativer Gefühle. Dabei gehen theoretisch Modelle davon aus, dass auch die Regulation positiver Gefühle eine wichtige Rolle für die psychische Gesundheit spielt. Wir werden im Empra gemeinsam eine Forschungsfrage zur Regulation positiver Gefühle definieren und ein experimentelles Studiendesign dazu entwerfen und umsetzen. Wir werden Daten in Präsenztestungen erheben, in denen Sie die Rolle der Versuchsleitung übernehmen. Für das kommende Wintersemester stehen dann Datenauswertung und Ergebnisdarstellung an. Melden Sie sich für dieses Empra an, wenn sie sich für Emotionspsychologie und die Durchführung einer experimentellen Studie in Präsenz interessieren. Forschungsfragen könnten z. B. sein, mit welchen Stimuli sich positive Gefühle besonders gut induzieren und mit welchen Strategien sich positive Gefühle besonders gut aufrecht erhalten lassen. Welche Fragen genau wir am Ende untersuchen, werden Sie im Empra mitbestimmen!  

 

Gruppe 13 (Medienpsychologie; Moritz Vogel):

Wann äußern Menschen in sozialen Situationen ihre Meinung? Die Theorie der Schweigespirale versucht auf diese Frage eine Antwort zu geben. Stellt euch vor, dass in einem Online-Diskussionsforum eine Debatte über das Thema Teilzeit-Arbeit entstanden ist. Menschen haben dort ihre Argumente für und gegen Teilzeit-Arbeit ausgetauscht. Wann würde nun eine Person ihre Meinung dazu in diesem Online-Diskussionsforum äußern?

Eine zentrale Annahme der Theorie der Schweigespirale ist, dass Menschen ihre Meinung eher äußern, wenn sie glauben, dass ihre Position von der Mehrheit geteilt wird. Wenn sie hingegen den Eindruck haben, mit ihrer Meinung in der Minderheit zu sein, neigen sie eher dazu zu schweigen. Auf diese Weise kann sich eine „Spirale des Schweigens“ entwickeln, in der bestimmte Positionen im öffentlichen Diskurs immer sichtbarer werden, während andere zunehmend verschwinden.

Übertragen auf das Beispiel der Online-Diskussion über Teilzeit-Arbeit könnte dies bedeuten: Wenn eine Person den Eindruck hat, dass die meisten Beiträge im Diskussionsforum Teilzeit-Arbeit kritisch sehen, wird sie ihre eigene kritische Position eher äußern. Hat sie hingegen eine positive Meinung zu Teilzeit-Arbeit und nimmt diese als Minderheitsposition wahr, könnte sie eher darauf verzichten, ihre Meinung zu äußern.

In diesem Empra werden wir zusammen einen Test der Schweigespirale in online-Umgebungen (z.B. Online-Diskussionsforum) durchführen. Das Thema, über das im Online-Diskussionsforum diskutiert wird, können wir zusammen aussuchen (Teilzeit-Arbeit war als Beispiel für diese Beschreibung ausgewählt). Wir teilen die Seminargruppe in zwei Kleingruppen, die jeweils eine eigene empirische Studie durchführen.

 

Gruppe 14 (Schwall)

Politische Konflikte – gelebte Demokratie oder destruktiver Streit?

Mediale Darstellung politischer Auseinandersetzung und deren Effekte auf politische Einstellungen

Politische Konflikte sind ein zentraler Bestandteil demokratischer Systeme. Unterschiedliche Interessen, Werte und politische Zielvorstellungen führen dazu, dass politische Akteur*innen ihre Positionen öffentlich und oft kontrovers diskutieren. Solche Auseinandersetzungen finden nicht nur zwischen Parteien statt, sondern auch innerhalb von Parteien oder Regierungskoalitionen. Sie können als Ausdruck einer lebendigen Demokratie verstanden werden, da sie politische Alternativen sichtbar machen und gesellschaftliche Debatten ermöglichen. Gleichzeitig wird zunehmend diskutiert, ob politische Konflikte in den Medien teilweise so dargestellt werden, dass sie eher als destruktiver Streit denn als konstruktive demokratische Auseinandersetzung wahrgenommen werden. Medien spielen eine wichtige Rolle dabei, wie Bürger*innen politische Konflikte wahrnehmen. Durch Auswahl und Darstellung politischer Auseinandersetzungen prägen sie das Bild von Politik in der Öffentlichkeit und können damit politische Einstellungen beeinflussen. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Frage, wie politische Konflikte in den Medien dargestellt werden und welche Auswirkungen diese Darstellungen auf politische Einstellungen haben. Mithilfe von Inhaltsanalysen und Befragungen untersuchen wir, wie Konflikte präsentiert werden und wie Rezipient*innen diese wahrnehmen. Ziel ist es, besser zu verstehen, wann politische Konflikte als Ausdruck demokratischer Auseinandersetzung wahrgenommen werden und wann sie als destruktiver Streit erscheinen.

 

 


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