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John Dewey: Die Suche nach Gewißheit - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 5529 Kurztext
Semester WiSe 2023/24 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 45 Max. Teilnehmer/-innen
Rhythmus keine Übernahme Belegung Belegpflicht
LV-Kennung (Lehrevaluation) 155083   Kurz-URL https://klips.rptu.de/v/155083
Hyperlink   Durchführungsart Präsenz
Sprache deutsch
Belegungsfristen
1. Belegphase 25.09.2023 - 08.10.2023
Belegpflicht
3. Belegphase 27.10.2023 - 10.11.2023
Belegpflicht
Abmeldephase 25.09.2023 - 26.11.2023
Belegpflicht
2. Belegphase (O-Phase) 16.10.2023 - 19.10.2023
Belegpflicht
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für SOGo
  Tag Zeit Rhythmus Termin Prüfungs-
termin
Raum Gebäude / Karte Campus Lehrperson Sprache Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für SOGo
Do. 12:15 bis 13:45 woch 26.10.2023 bis 08.02.2024  RK 005 Gebäude Rote Kaserne Landau        
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für SOGo
Do. 18:15 bis 19:45 Einzel am 21.12.2023 RK 005 Gebäude Rote Kaserne Landau    

Ersatztermin

 
Gruppe [unbenannt]:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person
Zuständigkeit
Arnswald, Ulrich, PD Dr. verantwortlich
Studiengänge
Abschluss
Studiengang Semester Prüfungsversion Studienphase
Zwei-Fach-Bachelor 2FB Philosophie LD (20124) 1 - 6 20124
Bachelor of Education B.Ed. Ethik LD (20111) 1 - 6 20111
Bachelor of Education B.Ed. Ethik LD (20071) 1 - 6 20071
Prüfungen / Module
PrüfungsNr
ModulKz Prüfung / Modul ECTS PO-Version Standort Prüfung für Studiengänge
100301 ETH-M031 Bioethik und Wirtschaftsethik (S) (gültig ab: 01.10.2013) 3 0 LD
100302 ETH-M032 Ethik der Medien, Information und Technik (S) (gültig ab: 01.10.2013) 3 0 LD
330301 ETH-M301n Bioethik und Wirtschaftsethik 4 0 LD Bachelor of Education Ethik (20071), Bachelor of Education Ethik (20111)
330302 ETH-M302n Ethik der Medien, Information und Technik 4 0 LD Bachelor of Education Ethik (20071), Bachelor of Education Ethik (20111)
50085 Angewandte Ethik 4 0
50086 Kulturphilosophie 4 0
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Philosophie Institutsebene
Inhalt
Kommentar

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Dewey Amerikas berühmtester Philosoph, ja mehr als Philosoph: ein öffentlicher Intellektueller, der für ein Publikum außerhalb der Universitäten über Politik und Erziehung, über Wissenschaft und Glauben, über die »Probleme der Menschen« schrieb. Als er 1952 im Alter von 93 Jahren starb, bezeichnete ihn der Historiker Henry Commager als »Führer, Mentor und Gewissen des amerikanischen Volkes; es ist kaum eine Übertreibung zu sagen, daß für eine ganze Generation keine Streitfrage geklärt war, bis Dewey gesprochen hatte.«

 

Als ein Philosoph des öffentlichen Engagements ist er nur mit Russell und Sartre zu vergleichen; und wie diese geriet er nach seinem Tode eine Zeitlang in relative Vergessenheit. In jüngster Zeit erlebt er freilich eine Renaissance. Die hier vorliegenden Gifford-Lectures aus dem Jahre 1929 gehören – zusammen mit Erfahrung und Natur – zu den programmatischen Schriften des »naturalistischen Humanismus«, wie Dewey seine Philosophie nannte. Für Dewey stellt der Pragmatismus die Art und Weise, wie die Philosophie die Erforschung der Wahrheit betrieb, in Frage. Seit der Zeit der Griechen hatten die Philosophen angenommen, daß die Suche nach Wahrheit eine Suche nach Wissen von einer letzten Realität oder metaphysischen Ordnung ist, die gänzlich unabhängig von unseren Wahrnehmungen und Überzeugungen besteht.

 

Die Philosophen stritten sich zwar darüber, ob die Bedeutung dieser letzten Wirklichkeit etwas ist, das wir selbst liefern, oder etwas, was wir entdecken; sie waren sich uneins über die Art der Beziehungen zwischen Geist und Körper, Subjekt und Objekt, dem Idealen und dem Realen – aber sie teilten die Annahme, daß der Test der Wahrheit in der Korrespondenz zwischen unseren Gedanken über die Welt und der Welt, wie sie wirklich oder an sich ist, besteht.

 

Diese Annahme wird von Dewey verworfen. Das Innerste seines Pragmatismus bildet die Auffassung, daß die Wahrheit einer Aussage oder einer Überzeugung davon abhängt, ob sie dazu verhilft, unsere Erfahrungen sinnvoll zu machen und uns bei unseren Handlungen anzuleiten – nicht in ihrer Korrespondenz mit einer letzten Realität, die jenseits und außerhalb unserer Erfahrungen liegt. Wahrheit ist an die Zukunft, nicht an die Vergangenheit gebunden. In den elf Vorlesungen der Suche nach Gewißheit verfolgt Dewey Entstehung und Geschichte des Theorie-Praxis-Dualismus sowie dessen Auswirkungen auf Begriff und Struktur der Philosophie und stellt alldem seinen naturalistischen Humanismus – den Instrumentalismus – gegenüber.

 

Literatur

Primärliteratur

Dewey, John: Die Suche nach Gewißheit. Eine Untersuchung des Verhältnisses von Erkenntnis und Handeln. Übersetzt von Martin Suhr. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2001.

 

Sekundärliteratur

Anderson, Douglas R.: „Chapter Four: Working Certainty and Deweyan Wisdom“, in: Douglas R. Anderson: Philosophy Americana. Making Philosophy at Home in American Culture. New York: Fordham University Press 2006, 65-84.

Girel, Mathias: „From Doubt to Its Social Articulation: Pragmatist Insights“, in: European Journal of Pragmatism and American Philosophy, Vol. 5, No. 2, 2013, 6-23.

Morgenbesser, Sidney: Dewey and his Critics: Essays from The Journal of Philosophy. Selected. With an Introduction by Sidney Morgenbesser. New York: The Journal of Philosophy 1977.

Neubert, Steffen: „Eine Einführung in die thematische Vielfalt von Deweys Philosophie und ihrer heutigen Rezeption“, in: Dewey-Center Köln, Köln: Universität zu Köln 2004.

[https://www.hf.uni-koeln.de/data/dewey/File/Neubert_Einfuehrung.pdf, letzter Abruf

Suhr, Martin: John Dewey zur Einführung. Hamburg: Junius (3. Aufl.) 2016.

Suitt, Canaan: „Questing for Certainty in America’s Forever Culture War“, in: Dewey Studies,

Zillien, Nicole: „John Dewey: Von der Suche nach Gewissheit zur Herstellung von Sicherheit“, in: Nicole Zillien, Digitaler Alltag als Experiment. Empirie und Epistemologie der reflexiven Selbstverwissenschaftlichung. Bielefeld: transcript 2020, 38-54.

Bemerkung

Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft zum vorbereitenden und kontinuierlichen Textstudium voraus. Es wird erwartet, daß sich die Studierenden (ab zweites Studiensemester) vor Veranstaltungsbeginn Kenntnisse über den Referenztext aneignen und diesen für jede Sitzung, dem Semesterplan entsprechend, sorgfältig studieren.

Zielgruppe

Ethik (Lehramt): Modul 3.1, 3.2

Zwei-Fach-Bachelor: Modul 3.1, 3.2.


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2023/24 , Aktuelles Semester: SoSe 2026
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