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Dieses Projektseminar ist als „Visual History Workshop“ konzipiert. Seit einigen Jahrzehnten ist in der Historische Bildungsforschung ein sogenannter „Visual Turn“ zu beobachten. Das bedeutet, dass visuelle Quellen (neben den allgegenwärtigen schriftlichen Quellen) nicht nur immer häufiger herangezogen werden, sondern dass auch ihr Mehrwert anerkannt wird. In diesem Zusammenhang wird die Bildungsgeschichte als Disziplin betrachtet, die nicht in der Vergangenheit verhaftet bleibt, sondern nach Verbindungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und sogar Zukunft sucht. Für diesen Workshop wurden drei Sammlungen sehr unterschiedlicher Quellen aus laufenden Forschungsprojekten ausgewählt. Sie ermöglichen jeweils für sich Reflexionen über aktuelle Themen: (1) wissenschaftliche Beobachtungsfilme von Kindern aus den 1920er Jahren, (2) Reportagen von SWR-Retro über Landwirtschaftsschulen für Frauen aus den 1960er Jahren sowie (3) feministische Fotografien von Fotografinnen aus den 1970er und 1980er Jahren. Die Quellen bieten eine historische Perspektive auf Themen wie Geschlechterstereotype, Verwissenschaftlichung, Professionalisierung, Technologie, Innovation und Digitalisierung. Diese Themen werden in Form von Workshops behandelt durch Prof. Dr. Angelo Van Gorp am 7. Mai, Marlene Jäger am 11. Juni und Dr. Véra Léon (auf Englisch*) am 2. Juli. An diesen Workshops werden auch externe Gäste teilnehmen. Ziel ist es, dass die Studierenden aktiv an den Workshops teilnehmen und so ihren Beitrag zur Analyse, Interpretation und Diskussion der vorgestellten Quellen leisten. Die Rahmenden Sitzungen, an denen ausschließlich Studierende teilnehmen, dienen als allgemeine Einführung und Reflexion über das übergreifende Thema der „Visual History“ sowie als spezifische Einführung und Reflexion zu jedem einzelnen Thema. An die aktive Teilnahme an den Workshops und damit an den laufenden Forschungsarbeiten ist zudem die Anfertigung eines Portfolios sowie eine abschließende mündliche Prüfung geknüpft. *Für die englischsprachige Sitzung sind lediglich passive Englischkenntnisse erforderlich. Eine Teilnahme auf Deutsch ist möglich. |